Rund ums Homeoffice

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Schon vor der Corona-Pandemie wurde das Arbeiten in der eigenen vier Wänden immer populärer, jetzt ist es für viele Menschen der Normalzustand. Wir haben uns ein paar Aspekte zum Thema Homeoffice mal genauer angeschaut.

Trend Nummer 1: The New Nordic oder das skandinavisch eingerichtete Homeoffice

Gerade hier im Norden haben viele Menschen eine Affinität zu Skandinavien und dem dort typischen Design. Die Möbel sind von geradliniger Schlichtheit, aber da sie oft aus hellem Holz sind oder Holz und Metall verbinden, wirken sie niemals kühl. Zusätzlich sorgen die Farben für einen wohnlichen Aspekt – wie jüngst die 16 neuen Farben für einige Fritz-Hansen-Klassiker – oder Materialien wie Filz, etwa bei dem Korb „Restore“ von Muuto.

Zwar nicht aus Dänemark, Schweden, Norwegen oder Finnland, aber trotzdem mit einer inhaltlichen, durch ästhetischen Pragmatismus geprägten Verwandtschaft, haben auch Firmen wie Nils Holger Moormann und Richard Lampert Regale, Tische und Container im Programm, die sich in einem nordisch eingerichteten Homeoffice gut machen.

Besonders durchdacht sind übrigens die Leuchten, die aus Skandinavien kommen: In den meisten Fällen geben sie nicht nur Licht nach unten ab, sondern durch gezielte Öffnungen fällt diffuses Licht in den Raum – ideal, wenn es draußen früh dunkel wird. Ein Beispiel dafür ist die Tischleuchte „NJP“ von Nendo für Louis Poulsen.

Trend Nummer 2: Multifunktional & Co oder das „technische“ Homeoffice

Für das auf Dauer angelegte Homeoffice bieten sich Möbel an, die ansonsten auch im professionellen Bereich zum Einsatz kommen. Dazu zählen beispielsweise höhenverstellbare Tische, um nicht nur im Sitzen, sondern auch mal im Stehen zu arbeiten, und Bürostühle, die mit einer guten Polsterung und Mechanik das lange Sitzen angenehmer machen.

Hersteller wie Vitra und USM haben jeweils Kollektionen, die sich für das Office eignen, die sich aber auch dank ihrer Funktion, ihres Designs und einer großen Farbpalette immer auch in ein Wohnumfeld integrieren lassen. Leuchten und Accessoires wie Magnetwände oder Papierkörbe vervollständigen ein Homeoffice.

Trend Nummer 3: War da was? oder das „unsichtbare“ Homeoffice

Wenn das Zu-Hause-Arbeiten eben doch nur eine Übergangslösung ist oder nicht genug Raum zur Verfügung steht, um ein richtiges Büro einzurichten, dann bewähren sich Objekte, die die Arbeit kaschieren können. Wie zum Beispiel Schreibtische, die sich zum Arbeiten öffnen und dann wieder zuklappen lassen. Der Sekretär „At-At“ von Röthlisberger ist so ein praktisches Modell. Der Schreibtisch „Max“ von Maxalto hat dagegen eine unsichtbare Schublade, in der ein Laptop oder Papiere schnell verschwinden können.

Stauraumwunder wie kleine Truhen bieten sich ebenfalls an, um im Handumdrehen alles aufgeräumt wirken zu lassen. Eine Pinnwand, die für sich genommen eher wie ein Kunstwerk aussieht, ist „Nouveau Pin“ von Please Wait To Be Seated. Da kann man schnell zwischen Papieren, Notizen und Fotos hin- und her switchen.

Trend Nummer 4: Sitzen und relaxen oder der Stuhl, der nicht nach Büro aussieht

Dass wir alle viel zu viel sitzen, wissen wir. Aber ins Fitness-Studio schaffen wir es aus dem einen oder anderen Grund auch nicht immer. Deshalb nehmen sich Designer mehr und mehr des Themas „Mobiles Sitzen“ an. Es gibt die Klassiker wie den Wackelsitz „Sella“, den Achille und Pier Giacomo Castiglioni bereits in den Fünfzigerjahren für Zanotta gestalteten, aber seitdem sind verschiedene Steh-Sitz-Hilfen, Sitzböcke und Hocker dazugekommen.

Und natürlich Bürostühle, die gar nicht so sehr nach Büro aussehen, sondern sich mit ihren Polstern bzw. gepolsterten Schalen stilistisch eher an bequeme Esszimmerstühle anlehnen. Der 1927 von Charlotte Perriand für ihre Wohnung entworfene Drehstuhl „LC7“ von Cassina ist ein ebensolches Beispiel wie der „About A Chair“ von Hay

Und wer genug vom Sitzen hat, der kann sich mit attraktiv gestalteten Fitnessgeräten zu Hause in Form bringen.

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