Vitra (© Vitra) Vitra (© Vitra) Vitra (© Vitra) Vitra (© Vitra) Vitra (© Eames Office)
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Vitra setzt auf die Idee der Wohn-Collage, auf den Mix aus Möbeln mit Geschichte.

Denn jedes Zuhause ist individuell, es spiegelt den Geschmack und die Vorlieben der Bewohner wider. Vitra gilt als Inbegriff ungezügelter Kreativität. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht: In Weil am Rhein geben sich internationale Designer die Klinke in die Hand, immer auf der Suche nach dem idealen Stuhl, dem bequemsten Sofa und dem besten (Schreib-)Tisch. Und auch Star-Architekten hinterlassen hier ihre Spuren, verwandeln durch ihre Bauten das Firmengelände, den Vitra Campus, in ein kulturelles Projekt. Eine Art Spielplatz für Designer und Architekten, der wiederum Besucher aus aller Welt anzieht.

Hinter dem Phänomen Vitra steht die Familie Fehlbaum. Willi Fehlbaum hatte 1934 eine Ladenbaufirma in Graeter bei Basel übernommen. 1950 gründete er die Vitra Deutschland GmbH in Weil am Rhein und begann mit der Produktion von Stühlen. Eine Reise in die USA 1953 war der Wendepunkt für die Firma: In einem Möbelgeschäft in New York sah Willi Fehlbaum die Möbel von Charles und Ray Eames, er lernte die Designer kennen und schätzen. Vier Jahre lang verhandelte der Visionär, bis er 1957 mit der Lizenzproduktion der Herman Miller Collection in Europa beginnen konnte. Darunter waren einige der bis heute bekanntesten Entwürfe der Möbelgeschichte. Der „Wire Chair“ von 1951 beispielsweise und der „Eames Chair“ von 1956, der das zeitgemäße Abbild eines englischen Clubsessels war, modern und bequem wie ein getragener Baseballhandschuh. Auch Entwürfe von George Nelson kamen auf diesem Weg nach Europa, etwa das Sofa „Marshmallow“ und der „Coconut Chair“, die beide 1957 entstanden.

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Der große Wurf der Sechzigerjahre: Der erste Kunststofffreischwinger aus einem Stück von Verner Panton

Noch als Teenager hatte Rolf Fehlbaum seinen Vater Willi mehrfach in die USA begleitet und für ihn übersetzt. Die Begegnungen mit den Eames’ und mit George Nelson entfachten seine Begeisterung für das Thema Design. Für ihn, der schließlich 1977 – gemeinsam mit seinem Bruder Raymond – die Firmenleitung übernehmen sollte, war klar, dass er sich seine Laufbahn bei Vitra so interessant und aufregend wie möglich machen wollte. Und damit hatte er gleich in den Sechzigerjahren begonnen: Aus Begeisterung für den Designer Verner Panton trieb er die Entwicklung des ersten Plastik-Freischwingers maßgeblich voran. Der „Panton Chair“ war nicht nur der erste aus einem Guss gefertigte Kunststofffreischwinger, sondern der erste von Vitra selbst entwickelte Stuhl. Er wurde ein Jahrhundertwurf. Die Leistung, gleich mit dem ersten Versuch, was das Design betrifft, auf eigenen Beinen zu stehen, habe ihn beflügelt, hat Rolf Fehlbaum einmal gesagt.

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Vitra ist es in der Folge immer wieder gelungen, ikonenhafte Entwürfe und einige der meistverkauften Designermöbel auf den Markt zu bringen, darunter zum Beispiel

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Der Vitra-Leitgedanke: Mit bedeutenden Designern innovative Produkte und Konzepte zu entwerfen

Die Vitra Home Collection umfasst aktuell neben Möbeln auch Leuchten und Wohnaccessoires. Und zwar von Altmeistern wie Charles und Ray Eames, George Nelson, Jean Prouvé, Isamu Noguchi und Alexander Girard ebenso wie von zeitgenössischen Designern. Die Idee, die dem zugrunde liegt, ist die Wohn-Collage, in der sich Altes mit Neuem, Geerbtes mit Gekauftem, Design mit No-Name-Produkten mischt. Dieses Prinzip erstreckt sich mittlerweile auch auf das Büro, wo intelligente Raumlösungen gefragt sind. Vitra stellt viele Möbel her, die sich für das Zuhause ebenso eignen wie für den Arbeitsplatz oder öffentliche Bereiche wie Flughäfen, Kulturinstitutionen und Hotels. Es geht dem Unternehmen, das heute in der dritten Generation von Nora Fehlbaum geführt wird, noch immer darum, die Grenzen des Designs auszuloten und ständig ein bisschen zu erweitern.

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Die Eames' und Vitra

Der Einfluss von Charles und Ray Eames ist bis heute bei Vitra zu spüren. Ihre Devise ist so eine Art Firmen-Leitsatz: „The details are not the details. They make the product.“ Und immer wieder taucht bei der Kooperation mit neuen Designern oder dem Entstehen eines neues Entwurfs die Frage auf: „Was würde Charles dazu sagen?"

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