Sessel LC1 (© Cassina)
Cassina

1927 gründeten Cesare und Umberto Cassina in Meda bei Mailand eine Fabrik, in der sie traditionelle Polstermöbel fertigen ließen. Dass ihr Label einmal zur Design-Avantgarde zählen würde, war damals nicht absehbar. Erst dreißig Jahre später begründete der Stuhl „Superleggera“ diesen Ruf: 1957 nahm Cassina den Entwurf von Gio Ponti in seine Kollektion auf. Der Stuhl aus Rohrgeflecht und Holz galt damals als das leichteste Exemplar der Möbelgeschichte. In der Folge suchten die beiden Brüder die Kooperation mit weiteren namhaften Kreativen wie Franco Albini, Mario Bellini, Vico Magistretti, Afra und Tobia Scarpa. Viele der Regale, Tische und Sofas gehören heute zu den bekanntesten Möbel überhaupt, darunter etwa der humorvolle Sessel „Wink“ (1980) von Toshiyuki Kita und der thronartige Sessel „I Feltri“ (1987) von Gaetano Pesce mit seiner flexiblen Rückenlehne.

Heute zählen Philippe Starck, Piero Lissoni, Patrica Urquiola, Konstantin Grcic und Jaime Hayon zu den aktiven Designern, die die Tradition des Labels fortsetzen und in ihren Entwürfen der handwerklichen Qualität nach wie vor einen hohen Stellenwert einräumen.

Das zweite Standbein von Cassina ist seit 1965 die Kollektion „I Maestri“. Diese umfasst unter anderem Reeditionen von Le Corbusier, Charlotte Perriand, Frank Lloyd Wright, Gerrit Thomas Rietveld und Charles Rennie Macintosh. Um nicht nur als Bewahrer eines modernen Erbes wahrgenommen zu werden, hat Cassina seit Ende 2015, als sie Patrica Urquiola als Art Direktorin engagierte, mit dem Auffrischen der Kollektion begonnen. Neue Farben für die Klassiker gehören ebenso zum Programm wie Outdoor-taugliche Versionen dieser zeitlos modernen Objekte.

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