Julia Schäffer
Dipl.-Ing. Innenarchitektin
Leitung Einrichtungsberatung
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Ein Sofa verändert den Raum schon durch seine Proportionen. Wie angenehm man darauf sitzt, zeigt sich erst beim Platznehmen. Auch die Maserung eines Sideboards oder die Oberfläche eines Glastisches erschließt sich aus der Nähe anders als auf einem Foto. Unsere Neuzugänge geben Anlass, wieder einmal bei uns im Showroom vorbeizuschauen. Darunter sind aktuelle Entwürfe und vertraute Möbel in einer anderen Ausführung.
Chimney Sofa von Vipp - Camaleonda von B&B Italia
Zwei Sofas, zwei unterschiedliche Bilder vom Wohnen: Chimney von Vipp steht auf einem schlanken, schwarzen Stahlgestell. Unter den gerundeten Polsterkörpern bleibt der Boden sichtbar, die kompakte Form wirkt leicht. Camaleonda von B&B Italia dagegen breitet sich als tiefe, bodennahe Polsterlandschaft aus. Seine markanten Einzüge gliedern die großzügigen Sitzflächen und geben jedem Modul eine deutlich erkennbare Form.
Chimney ist modular konzipiert und ermöglicht viele Konfigurationen. Benannt ist die Sofafamilie nach dem Vipp Chimney House, einem Gästehaus der Marke.
Bei Camaleonda wird die Veränderbarkeit selbst zum Thema. Mario Bellini entwarf das Sofa 1970. B&B Italia legte es 2020 mit einem überarbeiteten Innenaufbau neu auf. Über Haken und Ringe lassen sich die Module lösen und neu zusammenfügen. Eine lange Sitzreihe kann zur Ecke werden, einzelne Elemente können auseinanderwandern. Die tiefen Polster bleiben dabei das bestimmende Merkmal. Camaleonda gibt dem Sitzen viel Raum und lädt dazu ein, das Sofa bei veränderten Anforderungen neu zusammenzustellen.
Dazu kommen Tische mit sehr unterschiedlichen Oberflächen. Die Vipp 426–427 Coffee Tables tragen Marmorplatten auf polierten Aluminiumgestellen. Das quadratische und das schmale rechteckige Format lassen sich miteinander kombinieren.
Soda von Miniforms, entworfen von Yiannis Ghikas, entsteht aus einem einzigen Stück mundgeblasenem Glas. Seine strukturierte Oberfläche bricht das Licht; der Fuß teilt sich in drei gerundete Formen.
Olo von Mogg setzt mit gewachstem Beton einen ruhigeren Akzent. Antonio Faccos kleine Tische wirken wie kompakte Skulpturen neben dem Sofa.
Unter den Möbeln kann eine Zeichnung ihren Platz finden: Discovery von Nanimarquina überträgt eine Arbeit von Lucia Eames auf einen Teppich. Die Künstlerin und Grafikdesignerin war die Tochter von Charles Eames und die Stieftochter von Ray Eames. Stickerei legt die Linien auf einen neutralen, handgewebten Kilim aus afghanischer Wolle. Auf dem hellen Grund wirken die gestickten Linien wie von Hand gezeichnet.
Beim Bascule Highback von Vitra gehört die Bewegung zum Entwurf. Studio Œ hat den Sessel mit einem lockeren Stoffbezug und einer Mechanik ausgestattet, die unter den Polstern verborgen bleibt. Sie reagiert auf Gewichtsverlagerung und begleitet den Körper aus einer aufrechten Sitzposition bis weit nach hinten, beinahe ins Liegen. Die hohe Rückenlehne unterstützt das Zurücklehnen. „Bascule“ bedeutet auf Französisch „Wippe“: ein Name, der beim Probesitzen verständlich wird.
Der Samay Armchair von Walter Knoll zeigt seine Konstruktion offen. EOOS hat einen Holzsessel entworfen, dessen gebogene Arm- und Rückenlehne die Polsterkissen umfasst. Nach vorne verbreitert sich das Holz zu paddelförmigen Armauflagen. Die Rundungen geben dem Gestell einen weichen Umriss, während zwischen den einzelnen Teilen Luft bleibt. Aus der Nähe lässt sich verfolgen, wie das Holz um die Kissen geführt wird und wo es den Armen eine Auflage bietet.
Auch Mynt Soft von Vitra lässt sich am besten im Sitzen kennenlernen. Der kompakte Sessel von Erwan Bouroullec reagiert auf die Bewegungen des Körpers; Sitz und Rückenlehne bewegen sich unabhängig voneinander. Er ist drehbar und lässt sich von einer niedrigen Lounge-Position bis auf eine für Ess- oder Arbeitstische geeignete Sitzhöhe einstellen.
Beim Sideboard Rows von Moroso lohnt sich ein Blick entlang der Front. Geschwungene, gefräste Profile gliedern die Oberfläche und geben ihr Tiefe. Patricia Urquiola entwickelte den Entwurf 2023, angeregt von den Stillleben des französischen Malers Amédée Ozenfant. Die klare Geometrie des Korpus bildet den Rahmen für diese plastische Gestaltung.
Das Eichenfurnier folgt den profilierten Flächen. Moroso bringt es mit einer Membranpresse auf, die den Verlauf der Maserung über die Konturen hinweg erhält. Dadurch bleibt das Holz auch dort sichtbar zusammenhängend, wo sich die Oberfläche wölbt und zurückzieht. Rows bringt so neben Stauraum eine deutlich ausgearbeitete Front in den Wohn- oder Essbereich.
Rows Sideboard von Moroso- Dozie Kanu Tables von Knoll International
Der Saarinen Esstisch von Knoll International gehört seit Langem zu unserem Portfolio. Jetzt zeigen wir ihn in Schwarz. Die vertraute Linie bleibt: Der zentrale Fuß wächst aus einer breiten Basis und verjüngt sich auf dem Weg zur Tischplatte. Die organische Form und die uneingeschränkte Beinfreiheit prägen den Entwurf seit seiner Einführung 1958.
Daneben zeigen wir den Saarinen Conference Chair Relax mit und ohne Armlehnen. Seine gepolsterte, geschwungene Schale eignet sich für den Esstisch ebenso wie für Besprechungen.
Stella von Freifrau, ein Entwurf von Patrick Frey, führt Arm- und Rückenlehne in einem gebogenen Holzelement zusammen. Darunter kreuzen sich die schlanken Gestellteile und tragen die geformte Sitzfläche.
Beim S Table von MDF Italia bestimmt der Sockel den Eindruck. Xavier Lust hat ihn als gedrehte S-Form angelegt, auf der eine runde oder ovale Platte ruht. Die Kontur verändert sich mit dem Blickwinkel und macht den Unterbau zu einem sichtbaren Teil der Raumgestaltung.
Für einen Arbeitsplatz zu Hause kommt der Cala Schreibtisch von more hinzu. Gil Coste setzt auf Massivholz mit gerundeten Kanten und kräftigen, skulpturalen Beinen. Die vier Zentimeter starke Platte führt die Materialität des Gestells fort. Cala fügt sich zwischen die Wohnmöbel ein und schafft einen Arbeitsplatz, ohne dem Raum den Charakter eines Büros zu geben.
Bereiche innerhalb eines Raumes gliedert WOD von Lapalma. Raffaella Mangiarotti verbindet die Holzpaneele des modularen Raumteilers mit Lederscharnieren und gedrechselten Holzstiften. Die beweglichen Verbindungen erlauben unterschiedliche Anordnungen. Bei uns steht die Holzversion mit 180 Zentimetern Höhe.
Kommen Sie uns in der Kaisergalerie besuchen. Nehmen Sie Platz und lassen Sie sich Zeit, die Möbel und Materialien kennenzulernen. Wir beraten Sie gerne!
Julia Schäffer
Dipl.-Ing. Innenarchitektin
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Stella Hartmann
Einrichtungsberatung
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