Die Geschichte hinter der „Nelson Bench“

Die „Nelson Bench“ (Vitra) designte George Nelson bereits 1945/46, kurz nach der Gründung seines Studios in New York. Die Holzlamellen verleihen der Bank, die auch als Ablage oder Couchtisch dienen kann, eine transparente Leichtigkeit.

Gefühlt steht George Nelson (1908 – 1986) heute immer ein bisschen im Schatten berühmter amerikanischer Kollegen, dabei holte er als Chefdesigner von Herman Miller Charles Eames, Isamu Noguchi und Alexander Girard in das von D.J. De Pree geleitete Unternehmen in Michigan. Und so war er es, der den Midcentury Modern-Style entscheidend prägte.

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Georg Nelson @vitra

Nelson selbst hatte Architektur an der Yale University studiert, eine Wahl, zu der er nach eigenen Angaben rein zufällig kam. Als er während eines Regenschauers in dem Gebäude der Architekturfakultät Zuflucht suchte, war er von den ausgestellten Studentenprojekten fasziniert. Nach dem Studium ging er mit einem Stipendium für zwei Jahre an die American Academy in Rom. Dort führte er zwischen 1932 und 1934 Interviews, aus denen eine Serie von zwölf Porträts über bedeutende Architekten der damaligen Zeit wie Le Corbusier, Mies van der Rohe, Walter Gropius und Gio Ponti entstand.

1935 war George Nelson Mitherausgeber der Zeitschriften „Architecture Forum“ und „Fortune“. Für sein Büro dort entwickelte er die sogenannte „Platform Bench“. Die multifunktionale Bank diente als Sitzgelegenheit und als Ablage. Zwischen 1946 und 1967 wurde das Holzmöbel von Herman Miller produziert, ab 1954 gab es sie mit einer Metallbasis. Schließlich nahm Miller die Produktion 1994 wieder auf; die europäische Lizenz liegt bei Vitra, wo das Möbel seit 2002 unter dem Namen „Nelson Bench“ hergestellt wird.

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Neben der Version aus naturfarbenem Eschenholz mit schwarzem Gestell gibt es jetzt neu eine komplett schwarze Version. In beiden Varianten sticht die geradlinige, klare Form hervor, die den architektonischen Hintergrund des Designers George Nelson unterstreicht. 

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