Die Geschichte hinter dem „Eames House Whale“
Charles und Ray Eames galten nicht nur als das wohl berühmteste Designer-Paar der Geschichte, sie kombinierten auch auf einzigartige Weise moderne Entwürfe und Fertigungstechniken mit Gegenständen der Volkskunst. In ihrem Haus gab es einen mehr als zwei Meter langen Wal aus Holz, der erstmals 1952 auf Bildern zu sehen war, als die Eames‘ einen Showroom von Herman Miller in Los Angeles einrichteten und dekorierten.
Das Dreamteam Charles und Ray Eames (1907 – 1978 bzw. 1912 – 1988) schuf einige der bekanntesten Designikonen wie etwa den „Lounge Chair“ mit seinen dynamischen Rundungen und kraftvollen Wölbungen in Holz und Leder. Die Entwürfe des Paares zeichnen sich dadurch aus, dass sie stets zurückhaltend und auf das Wesentliche reduziert daherkommen. Genau das ist der Grund, warum ihre Möbel heute noch so zeitgenössisch wirken.
In ihrem Haus, das sie 1949 im Pacific-Palisades-Viertel von Los Angeles bauten, gab es allerdings einen inspirierenden Mix der unterschiedlichsten Dinge, die Charles und Ray Eames von Reisen oder aus der Natur mitbrachten. Fast alles, was sie sammelten, bezog sich auf Aspekte von Gestaltung und Form, wie Ray erklärte: „Wir haben nie etwas einfach so als Sammler gesammelt, sondern weil das Stück etwas hatte, das es interessant machte, es sich näher anzuschauen.“
Zu den größten und speziellsten Objekten gehörte ein über zwei Meter langer Wal, ein unsigniertes Werk der nordamerikanischen Coast-Salish-Volkskunst. Der schwarz-weiß bemalte Holzwal wirkte archaisch und in seiner Schlichtheit modern, er war Teil der collagen-artigen Einrichtung des Eames House. Und er zählte zu den ausgewählten Objekten, die Charles und Ray Eames für Fotos und Ausstellungen verwendeten, etwa die ersten Bilder des „Lounge Chair“ im Jahr 1955.
Der Eames House Whale im Onlineshop
879,– €