Die Geschichte hinter dem „Aeron Chair“

Der „Aeron“ ist nicht nur der bei weitem meistverkaufte Stuhl von Herman Miller, in seiner DNA sind Innovation und Nachhaltigkeit verankert. Der 1994 von Bill Stumpf und Don Chadwick entworfene und 2016 überarbeitete kreislauffähige Stuhl hat mittlerweile eine Sitzschale aus recyceltem Meeresplastik, sogenanntem Ocean Bound Plastic.

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„Aeron“ erlebte seinen ersten Boom mit den Dotcom-Unternehmen der New Economy: Der ergonomische Bürostuhl mit Netzrücken kam 1994 auf den Markt. Er kostete damals mehr als 1.000 Dollar und wurde schnell zu einem Statussymbol im Silicon Valley. Mit seinem Gestell aus ergonomisch geformtem Hightech-Kunststoff, einem straff gespannten Bezug aus gewebten Kunststofffasern und einer Mechanik, die sich perfekt an den Sitzenden anpasst, war er wie geschaffen für die Weltveränderer, die an ihren Computern die Zukunft neu erfanden. Allerdings: Für die Zielgruppe war der Stuhl ursprünglich gar nicht vorgesehen – vielmehr war er das Ergebnis eines zehnjährigen Prozesses, bessere Möbel für ältere Menschen zu entwickeln.

Als das amerikanische Möbelunternehmen Herman Miller in den späten 1970er Jahren nach Expansionsmöglichkeiten suchte, ging es auch um Möbel für ältere Menschen. Einer der Designer des „Aeron“, Bill Stumpf, war der Sohn einer Altenpflegerin. Gemeinsam mit Don Chadwick, der bereits mehrere Möbel für Herman Miller entworfen hatte, nahm er Einrichtungen für betreutes Wohnen und Krankenhäuser unter die Lupe, um sich ein Bild von ergonomischen Möbeln in der Langzeitpflege zu machen. Ihre Beobachtungen führten dazu, dass sie sich mit dem Thema Sitzen beschäftigten, wie sie es im dem Ausmaß noch nie getan hatten.

Sie entwickelten den „Sarah Chair“, der 1988 als Teil einer größeren Studie über medizinische Geräte für den Hausgebrauch fertiggestellt wurde. Die größte Neuerung: Die Schaumstoffkissen des Stuhls wurden von einem Kunststoffgewebe getragen, das über einen Kunststoffrahmen gespannt war. So konnte der Schaumstoff dünner sein und sich besser an den Körper anpassen. Bei Herman Miller wusste man jedoch nicht, wie man den Stuhl vermarkten sollte, da es keine Läden gab, die Designmöbel speziell an ältere Menschen verkauften. „Sarah“ wurde nicht weiter produziert.

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Frustriert brachen Stumpf und Chadwick den Kontakt zu Herman Miller ab. Aber das Unternehmen kam erneut auf die Designer zu und fragte, ob es irgendetwas gäbe, was man von der Arbeit an „Sarah“ retten und im Büro anwenden könne. Da Menschen damals begannen, mit Computern und Tastaturen in allen möglichen Positionen zu interagieren, schlugen die beiden einen Bürostuhl vor, dessen Neigungsmechanismus auf dem von „Sarah“ basierte und bei dem sich die Sitzfläche und die Rückenlehne gemeinsam bewegen konnten. Den Schaumstoff ersetzten sie durch ein Netzgewebe, das sich jedem Menschen perfekt anpasst. Dabei spielte nicht nur den Aspekt Komfort eine Rolle, sondern auch das Thema Nachhaltigkeit, weil weniger Material zum Einsatz kommt.

Bis heute wurden fast 7 Millionen „Aeron Chairs“ verkauft und alle 17 Sekunden verlässt ein neuer Stuhl die Produktionslinien von Herman Miller. Die Produktfamilie umfasst vier von den Elementen der Natur inspirierte Farben, drei Größen und zwei Hockerhöhen.

Gerne beraten wir Sie zu dem innovativen Stuhl bei uns im Showroom.

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