De Padova De Padova De Padova
De Padova

Maddalena und Fernando De Padova waren vom Aufbruchsgeist der Fünfzigerjahre beseelt, als sie 1956 ihr eigenes Möbelunternehmen gründeten und skandinavisches Design nach Italien brachten: In ihrem ersten Mailänder Showroom in der Via Monte Napoleone vertrieben die Eheleute Entwürfe von Alvar Aalto, Arne Jacobsen, Poul Kjaerholm und anderen namhaften Designern aus dem Norden. Dann, in den Sechzigerjahren, entdeckte Maddalena De Padova auf einer Reise nach Basel den „Wire Chair“ von Ray und Charles Eames – vom amerikanischen Hersteller Herman Miller erhielt sie nur wenige Monate später die Lizenz für die Fertigung und den Vertrieb der Eames-Entwürfe sowie der Objekte von George Nelson in Italien. Um die Produktion der Büromöbel zu vereinfachen, gründete das Paar die ICF (International Furniture Company De Padova) in Vimodrone nahe Mailand.

Nach dem Tod ihres Mannes 1967 übernahm Maddalena De Padova die alleinige Leitung des Unternehmens. 1979 verkaufte sie die ICF-Produktion und löste die Kooperation mit Herman Miller zugunsten der eigenen Marke „Editione De Padova“, später „è De Padova“, auf. Maddalena De Padova begann mit Vico Magistretti und Achille Castiglioni zusammenzuarbeiten und sie erhielt die exklusiven Rechte zur Produktion des Regalsystems „606“ von Dieter Rams in der Aluminiumversion. In den Neunzigerjahren präsentierte De Padova geradezu wohnliche Büromöbel, die die Einrichtungskonzepte für Arbeitswelten revolutionierten.

Gleichzeitig baute das Unternehmen sein Objektgeschäft aus, vor allem durch Kooperationen mit Renzo Piano, der die Cafeteria des Centre Pompidou in Paris, das Restaurant der Morgan Library in New York und den Sitz der Wirtschaftszeitung Sole24Ore in Mailand mit De Padova einrichtete. Patricia Urquiola, die zeitweise die Produktentwicklung leitete, entwickelte in dieser Zeit gemeinsam mit Vico Magistretti den Sessel „Flower“ und das Sofa „Loom“, 2005 designte der japanische Designer Oki Sato mit seinem Studio Nendo den Beistelltisch „Chab“.

Zu Beginn den 2000er übergab Maddalena De Padova die Unternehmensführung an ihre Kinder Luca und Valeria, 2013 wurde Luca alleiniger Geschäftsführer. Im April 2015 fusionierte De Padova mit Boffi S.p.A., seitdem agiert Piero Lissoni als Art Director der Marke. Im Frühjahr 2017 folgte eine Partnerschaft mit dem dänischen Startup-Unternehmen MA/U Studio – so schließt sich der Kreis und skandinavisches Design wird erneut zum wichtigen Element der De Padova-Kollektion.

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