Der Hersteller geht verantwortungsvoll mit dem Materialeinsatz um
„Woraus besteht das?“ Wollen wir etwas in Gänze durchdringen, fragen wir zuallererst einmal nach den Bestandteilen und ihrer Herkunft. Das ist gut so und sollte auch bei Ihrer Einrichtung der Maßstab aller Dinge sein. Denn: Die Beschaffenheit Ihrer Möbel ist entscheidend für die Gesamtqualität jedes einzelnen Objekts und damit auch ein wichtiger Gradmesser für die Freude, die Sie an Ihrer Einrichtung haben.
Autorin Catherine Hug
Daneben lassen sich Aspekte wie Wohngesundheit und Nachhaltigkeit ohne die Kenntnis der inneren Werte kaum einschätzen. Von unseren Herstellern erwarten wir deshalb einen verantwortungsvollen Umgang mit Materialien. Für uns bedeutet das: möglichst zertifizierte und regionale Materialien, gern recycelt, mindestens aber recycelbar. Dazu sollte ein verschwenderischer Umgang mit unseren knappen Ressourcen von Anfang an vermieden werden. Gelingen kann das nur, wenn alle diese Aspekte Teil des Gestaltungsansatzes sind.
Einer, der zeigt, wie wenig Material es für gutes Design braucht, ist der Stuhl 699 Superleggera aus dem Jahre 1957. Das Superleichtgewicht mit dem ergonomischen Knick in der Rückenlehne bringt gerade einmal 1,7 Kilogramm auf die Waage und ist dabei von beeindruckender Stabilität. Das erreichte Gio Ponti, der Schöpfer des filigranen Holzstuhls, durch die Kombination zweier Holzarten: Während er für das Gestell das besonders leichte und flexible Eschenholz verarbeiten ließ, ist die Sitzumrandung aus feinfaserigem und stärkerem Buchenholz gefertigt. Den Stuhl mit seinen nur 18 Millimeter dünnen Beinen warf Ponti zu Testzwecken sogar aus dem vierten Stock eines Wohnhauses: Unten traf er federnd auf, ohne zu brechen.
Cassina im Shop
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