Activity Based Working
Strategische Flächenplanung
Activity Based Working (ABW) reagiert auf veränderte Arbeitsweisen und setzt bei einem grundlegenden Problem an: Flächen, die genutzt werden wie vor zwanzig Jahren, obwohl die Arbeit längst anders funktioniert. Räume müssen diese Verschiebung aufnehmen. Arbeitsumgebungen funktionieren dann, wenn akustische Qualität, individuelle Rückzugsoptionen und Austausch so aufeinander abgestimmt sind, dass jede Tätigkeit einen passenden Ort findet.
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Funktionale Logik als Planungsgrundlage
Ein tragfähiges ABW-Konzept setzt bei den konkreten Tätigkeiten im Arbeitsalltag an. Unterschiedliche Aufgaben brauchen unterschiedliche räumliche Antworten. Die Fläche wird entlang dieser Nutzungen strukturiert:
- Deep Work & Konzentration: Rückzugsorte sichern Ruhe in offenen Strukturen. Ohne diese Räume kippt jedes flexible Konzept, weil akustische Störungen zur Dauerbelastung werden.
- Kollaborative Dynamik: Teamflächen müssen sich ohne Umwege anpassen lassen. Gruppengrößen ändern sich im Tagesverlauf. Die Einrichtung muss das aufnehmen, ohne jedes Mal neu organisiert zu werden.
- Temporäre Fokusräume: Nicht jede Aufgabe braucht vollständigen Rückzug. Halb-offene Zonen schließen die Lücke zwischen Arbeitsplatz und Rückzugsraum. Sie ermöglichen konzentriertes Arbeiten für einen begrenzten Zeitraum, ohne sich komplett abzuschotten.
- Informelle Arbeitsplätze: Kurze Abstimmungen, Mails, „meet after meet“ – vieles passiert außerhalb klassischer Arbeitsplätze. Diese Nutzungen brauchen Orte, die ohne Buchung funktionieren und selbstverständlich in den Alltag integriert sind.
- Soziale Knotenpunkte: Loungebereiche übernehmen eine definierte Funktion im Gefüge. Sie strukturieren Nachbarschaften und geben Orientierung in Umgebungen ohne feste Zuordnung.
Effizienz durch bedarfsgerechte Skalierung
Mit ABW verschiebt sich der Umgang mit Fläche. Zonen, die vorher kaum genutzt wurden, werden aktiv integriert und neu bespielt. Diese bedarfsgerechte Skalierung steigert die Flächenwirtschaftlichkeit, darf jedoch nicht zur Anonymität führen. Ein erfolgreiches Konzept bietet Wahlfreiheit statt Platznot – das ist der entscheidende Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Homeoffice.
Realisierung und technischer Kontext
Die Umsetzung entscheidet über die Akzeptanz. Buchungssysteme, Medienintegration und Bedienbarkeit müssen ohne Reibung funktionieren.
Wir begleiten Projekte von der ersten Bedarfsanalyse bis zur logistischen Realisierung. Unser Team aus Planer:innen und Projektleiter:innen entwickelt keine Standard-Layouts, sondern übersetzt die spezifische Kultur Ihres Unternehmens in eine funktionierende, identitätsstiftende Infrastruktur.
Wir beraten Sie gerne!
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