Wir stellen vor: Lapalma
Ein Entwurf von zwei jungen japanischen Designern bescherte Lapalma einen Design-Dauerbrenner: 1996 überreichten Shin und Tomoko Azumi den Gründern des italienischen Unternehmens, Dario und Romano Marcato, eine kleine Broschüre mit Skizzen. Im Jahr 2000 launchten sie den Hocker „LEM“ – der Name ist inspiriert von der gleichnamigen Mondfähre „Lunar Excursion Module“, mit der 1969 die ersten Menschen auf dem Mond landeten –, der als Konzentrat aus Technik, Leichtigkeit, Funktionalität und Eleganz gilt. Für den hohen Wiedererkennungswert sorgt ein durchgehendes Metallband, das nicht nur die Fußstütze und eine kleine Rückenlehne bildet, sondern auch die Sitzfläche umschließt. Mittlerweile gibt es unzählige Versionen der Ikone, die aus Bars, Büros, Hotellobbys und sogar Fernsehstudios nicht mehr wegzudenken ist.
Als Dario und Romano Marcato 1978 Lapalma in Cadoneghe in der Nähe von Padua in einer kleinen Werkstatt gründeten, starteten sie mit dem Vorsatz, schlichte Designermöbel mit italienischer Leidenschaft und handwerklicher Qualität zu kreieren, bei deren Produktion der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen oberste Priorität hat. Zuvor hatten sie für die NASA gearbeitet und Transistorkapseln hergestellt. Zu Beginn der 1980er Jahre zogen sie von der Werkstatt in eine aufgegebene Schnapsbrennerei und nahmen an der ersten Messe teil. Der Tisch „Vento“ (1980) und der Tisch „Zeus“ (1985) waren die ersten marktreifen Entwürfe des Familienunternehmens, das sich auf den Büro-, Objekt- und Wohnbereich spezialisiert hat. 2010 wurde der heutige Geschäftssitz eingeweiht: 14.500 Quadratmeter an ineinander übergehenden, hellen, „grünen“ Räumen, wo die Energiegewinnung mit Solarenergie erfolgt. Hier entstehen alle Produkte, die in mittlerweile 81 Ländern vertrieben werden.
Typisch für die Möbel, egal ob In- oder Outdoor, sind klare Proportionen sowie ergonomisches und minimalistisches Design. Das gilt für die Lounge- und Relax-Möbel ebenso wie für die Entwürfe, die sich sowohl fürs Büro als auch für das Wohnzimmer oder Homeoffice eignen: Von Giuseppe Bavuso, Artdirector von Lapalma, stammt das Regal „Jazz“ (2022), das mit seinen fast schon rhythmisch angeordneten Streben zu tanzen scheint. Auch die Trennwände „Screen“ (2016) von Francesco Rota setzen – geschwungen oder flach, auf Rollen oder stationär, mit Textil bezogen oder mit Stäben im Rahmen – Maßstäbe in ihrem Segment.
Die Sitzkissensammlung "Kipu" wurde 2014 von Anderssen & Voll entwickelt und soll an von Wasser geformte Steine am Strand erinnern.
Im gleichen Jahr entwarf Francesco Rota das Sitzmöbelsystem "ADD" welches sich mit unterschiedliche Sofaelemente, Tische und Zubehör zu Sitzlandschaften, Bänken und gemütlichen Loungebereichen zusammenstellen lässt.
Zu den jüngsten Produkten der Kollektion gehört das Sofa „10:30“ von Anderssen & Voll. Das norwegische Duo beherrscht einen schlichten, fließenden Stil, der zu Lapalma passt und das Portfolio italienischer und internationaler Designer wie Mario Ferrarini, Enzo Berti, Fabio Bortolani, Patrick Norguet, Klaus Noltig und Tomoyo Tabuchi ergänzt.
1.222,– €
2.323,– €
2.727,– €
572,– €
832,– €
3.521,– €
599,– €
503,– €