Vom Homeoffice zum Officehome
Das moderne Büro – Smartphone und Laptop – stecken wir lässig in die Tasche, jederzeit und überall einsatzbereit. Wir können arbeiten, wo wir wollen. Aber effektiv, gesund und angenehm geht’s nur in durchdacht ausgestatteter Arbeitsumgebung. Und die muss ja nicht unbedingt im Büro liegen.
Text Tanja Müller
Wir arbeiten im Café, in der Bahn, auf der Parkbank, im Coworking-Space und vor allem zuhause. Die ersten Firmen haben ihre Schreibplätze inzwischen halbiert als Antwort auf verwaiste Büros. Schließlich sitzt die arbeitende Bevölkerung auch Post-Corona noch gern im Homeoffice. Laut einer aktuellen Umfrage der Appinio-Marktforscher wollen 65 Prozent der Befragten zumindest teilweise von zuhause aus arbeiten, 21 Prozent nur im Homeoffice und der geringste Teil ausschließlich im Büro. Flexible Lösungen müssen also her.
Wohlfühlort zum Arbeiten
Etliche Unternehmen reagieren mit einer Umstrukturierung ihrer Flächen. Schließlich birgt der neu gewonnene Platz Chancen für ein modernes, motivierendes Arbeitsumfeld. Vom Homeoffice zum Officehome heißt hier das Motto. Denn wer sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt, arbeitet erfahrungsgemäß effektiver und kreativer. Und ein angenehmes Umfeld holt die Mitarbeiter auch wieder zurück in die Büros, wenn auch nicht mehr an allen Arbeitstagen.
Wer zwischen Company und Homeoffice pendelt, kann heute keinen festen Arbeitsplatz in seinem Unternehmen erwarten. Statt klassischem Schreibtisch bieten moderne Büros Raum zum Entfalten – offene Flächen statt starrer Strukturen. Das Office von heute versteht sich als Magnet des kreativen Zusammenseins und der analogen Begegnung. Im Open Space sucht sich der Mitarbeiter bei Bedarf ein freies Plätzchen zum Arbeiten. In großen Betrieben bucht er sich dieses vielleicht schon via App, kann zwischen vollausgestatteten Arbeitsplätzen und hybriden Workstations wählen. Vitra und Brunner bieten dafür zum Beispiel individuelle Lösungen. Und der moderne Büronomade kommt ja schließlich mit Laptop und Smartphone aus.
Flexibles Office passt sich jederzeit an
Analog der Coworking-Spaces, die in Deutschlands Großstädten gerade wie Pilze aus dem Boden schießen, lassen sich auch im Unternehmen solche Schmelztiegel kreieren. Räume, die spontane Meetings ermöglichen sowie Kreativität und Austausch fördern. Das mobile Büro ist eben nur zum einen der Pandemie, vor allem aber der Digitalisierung und dem New Work-Gedanken geschuldet.
In offenen Bürolandschaften kann dieser im besten Sinne gelebt, mit unterschiedlichen Zonen für jeden Zweck das passende Arbeitsumfeld geschaffen werden. Mobile Wände und dynamische Raumsysteme von Vitra oder System180 trennen und öffnen bei Bedarf solche Gemeinschaftsflächen, um der Belegschaft ein Zusammenkommen in unterschiedlichen Konstellationen für verschiedenste Aktionen zu ermöglichen – vom spontanen Brainstorming bis zu Präsentationen und Kundenmeetings. Neben dem Open Space verlangt es natürlich auch nach Ruhezonen. So schaffen schalldichte Boxen wie die von Bosse oder Framery ideal Raum für hochkonzentriertes Arbeiten oder vertrauliche Telefonate.
Gesunde Arbeitsumgebung schaffen
Offene Büroarchitekturen fördern übrigens nicht nur Teamwork und selbstbestimmtes Arbeiten, sondern auch die Bewegung, indirekt also unsere Gesundheit. Schließlich verbringen wir den Großteil des Bürotages im Sitzen. Wo das doch längst als Übeltäter ausgemacht ist, schuld an mangelnder Konzentration, Motivation und nicht zuletzt Rückenbeschwerden. Die Zauberformel für gesundes Arbeiten heißt Steh- und Sitzdynamik. Und dazu braucht es höhenverstellbare Tische und Bürostühle, die dynamisches Sitzen fördern, wie die von Wilkhahn. Ganz gleich ob in Company, Coworking-Space oder Heimbüro. Denn schließlich ist es zwar heute egal, wo wir arbeiten, nicht aber wie.