„Wooden Dolls“

Der amerikanische Designer Alexander Girard entwarf 1963 Figuren aus Holz, die er selbst schnitzte und mit denen er sein Zuhause in Santa Fe dekorierte. Heute produziert Vitra die „Wooden Dolls“.

Wooden Dolls (© Vitra)

Sie gucken fröhlich, erstaunt, betrübt, genervt oder neutral: die bunt bemalten „Wooden Dolls“ von Alexander Girard (1907-1993). Der Architekt und Designer, der die Textilabteilung der Herman Miller Company leitete, gehörte neben seinen Freunden George Nelson sowie Charles und Ray Eames zu den prägenden Persönlichkeiten des amerikanischen Nachkriegs-Designs. Sein besonderes Faible für Textilien und grafische Muster lebte er in seinem Zuhause aus, das über und über mit Stoffen dekoriert war, die er von seinen zahlreichen Reisen mitbrachte. Für Girard waren die Textilien Ausdruck volkstümlicher Kunst.
Auch die „Wooden Dolls“ sind von diesem Geist inspiriert. Alexander Girard entwarf die menschelnden und tierischen Figuren 1953. Er fertigte und bemalte sie eigenhändig. Diese Originale befinden sich heute im Vitra Design Museum in Weil am Rhein, das den umfangreichen Nachlass des vielseitigen Gestalters übernahm. Sie sind die Vorbilder für die aktuellen Reeditionen, die aus Tannenholz produziert und – wie ehedem – von Hand bemalt werden. Somit ist jedes Stück ein Unikat. Girard selbst lag die Holzfiguren-Familie sehr am Herzen, sonst wäre sie wohl heute nicht mehr zu haben. Denn der Kreative urteilte streng: „Ich finde, dass nur diejenigen Entwürfe, die mich selber überzeugen es wert sind, produziert zu werden.“
Die „Wooden Dolls“, die eine Schnittstelle zwischen moderner Kunst und Volkskunst bilden, finden Sie bei uns im Showroom.