Licht to go

Unsere Welt ist zunehmend mobil – und diese Entwicklung macht nicht bei Telefonen, Laptops und Lautsprechern halt. Designer kreieren immer mehr tragbare Leuchten, die uns ohne Kabel das Haus und den Garten erhellen.

Leuchte Follow me (© Marset)

Mobile Leuchten sind inzwischen ganz normal. In der Hinsicht hat die Abschaffung der Glühbirne, die vor Jahren europaweit einen Schrei der Empörung auslöste, einen kreativen Schub ausgelöst. Die Leuchtdiode, kurz LED, wurde kontinuierlich optimiert und ihre heutige Qualität erlaubt es Designern und Herstellern, Lichtquellen neu zu denken und zu produzieren. Besonders praktisch: Die Leuchten dieser neuen Generation sind für den Einsatz drinnen wie draußen gleichermaßen geeignet.

Die spanische Designerin Imma Bermúdez entwickelte 2014 das schnurlose Modell „FollowMe“ für das in Barcelona ansässige Label Marset. Diese Leuchte war so etwas wie eine Initialzündung für tragbare Leuchten. Die kleine pilzförmige Lampe mit dem beweglichen Leuchtenkopf aus Polykarbonat und dem großen Bügel aus Eichenholz ist wie eine moderne Form der Laterne.

Ebenfalls für stimmungsvolles Licht im Freien und in Wintergärten sorgen die beiden Bodenleuchten „Ambient Cocoon“ – aus Polypropylen und Teak – und „Ambient Nest“ – aus Kunststoffgeflecht und Edelstahl von Gloster. Der dänische Designer Henrik Pedersen erklärt die Ideen, die seinen Leuchten, die sich auch aufhängen lassen, so: „Ich bin viel rumgekommen, habe viele Orte und Kulturen auf der ganzen Welt kennengelernt. Als Designer sehe ich, dass Licht und Wärme stets die Hauptbestandteile der schönsten Räume sind und meiner Meinung nach sind die am dezentesten gestalteten Mittel meistens die wirkungsvollsten. Durch die Kombination von Schlichtheit und Licht erreiche ich mit meinen beiden laternenartigen Entwürfen eine wunderschöne Hintergrundbeleuchtung.“

Das die fortgeschrittene Technik sogar einen „Oldtimer“ wiederbeleben kann, dafür ist „Cestita“ von Santa & Cole ein gutes Beispiel: Miguel Milá hatte die Tischleuchte, die an einen leuchtenden Kokon erinnert, 1964 entworfen. Der rundliche Korpus, wahlweise aus Glas oder Kunststoff, steckt in einem körbchenartigen Gestell aus Kiefernholz, das von Hand zusammengesetzt wird. Ein im Verhältnis relativ großer Griff macht die aufladbare Leuchte zu einem Objekt, das der Besitzer bequem mit sich tragen kann. „Die portable ‚Cestita‘ steht für die Ausgewogenheit zwischen Funktionalität und dem Erbe unserer lokalen kunsthandwerklichen Traditionen“, sagt Miguel Milá. „Bei dieser neuen Ausgabe des ursprünglichen Entwurfs hilft die Technologie, die Funktion zu verbessern. Dabei bleibt jedoch die Wärme, ein Charakteristikum der gesamten Leuchtenfamilie, erhalten.“

Weitere innovative Modelle sind „Firefly“ von De Padova, „Koho“ von FontanaArte und „Roxxane-Fly“ von Nimbus. Mal sind die Leuchten technischer designt, mal nostalgischer. Allen gemeinsam ist, dass Licht vor allem eine Frage der Stimmung ist und die schnurlosen Modelle jede Terrasse atmosphärisch besonders schön illuminieren. Ein Auswahl dieser Leuchten finden Sie auch bei uns im Showroom an den Großen Bleichen.