Junges Label: Please wait to be seated

Seit vier Jahren mischt eine junge dänische Marke die Designszene auf: Please wait to be seated setzt – in bester nordischer Tradition – auf zeitlose Klassiker. Dabei kommen Originalität und eine gewisse Raffinesse keineswegs zu kurz.

Planet Lamp (© Please wait to be seated)

2014 gründete der ehemalige Fotograf Thomas Ibsen das Unternehmen Please wait to be seated.Er war jahrelang für die verschiedensten Interior Magazine um die Welt gereist und bündelt seine visuellen Eindrücke aktuell in der Funktion des Creative Director mit dem Schwerpunkt Produktentwicklung in der eigenen Firma. 2016 stieß Peter Mahler Sørensen als CEO und Miteigentümer zu dem Label dazu.

Der Kollektion der Dänen sieht man den ursprünglichen Job Ibsens an: Alle Objekte haben einen grafischen Appeal, der auf Fotos gut zur Geltung kommt. So ist es auch nur folgerichtig, dass Produkte mitunter von Grafikdesignern entworfen werden. Dazu zählen unter anderem die „Triptych Nesting Tables“ sowie die Pinnwand „Nouveau Pin“ aus der Feder des Designstudios All the way to Paris. Typisch für das dänische Label ist auch die Farbpalette, die sich auf nur wenige, dafür aber perfekt miteinander harmonierende Nuancen beschränkt. Trotzdem fallen die Möbel und Leuchten von Please wait to be seated ins Auge. Sie sind keineswegs Mainstream, wirken stets irgendwie vertraut wie etwa der „Spade Chair“ von Faye Toogood, der einen Melkschemel mit dem Stab eines Spatens vereint. Mette Scheldes „Planet Lamp“ fordert den Besitzer zur Interaktion auf: Die farbigen Stahlscheiben, die über Magnete gehalten werden, lassen sich bewegen und austauschen. Eigenwillig – und eine Reminiszenz an den Memphis-Style der Achtzigerjahre – ist der Sessel „The Keystone“ von OS & OOS.

Thomas Ibsens und Peter Mahler Sørensens Ziel ist es, gute Handwerkskunst mit Qualität, langlebigen Materialien und Nachhaltigkeit zu vereinen. Den einigermaßen kuriosen Firmenname erklären sie damit, dass sie höfliche Menschen seien – natürlich mit Sinn für Humor.