Die Geschichte hinter dem „String“-Regal

Nisse Strinning erfand 1949 ein Regalsystem, das sich dank zweier leiterähnlicher Seitenteile und beliebig einhängbarer Regalböden als ausgesprochen flexibel und ausbaufähig erwies. Die Idee sei ihm „in einem sehr geheimen, kleinen Raum gekommen, in dem man gerne allein ist und philosophiert“.

Ende der Vierzigerjahre waren die Themen Wiederaufbau und ebenso bezahlbare wie variable Möblierung zentral in Europa. In vielen Ländern fanden Wettbewerbe und Ausschreibungen statt, die Kreative dazu animierten, ihre Entwürfe einzureichen. So auch Nisse Strinning in Schweden. Vor 71 Jahren gewann sein „String“-Regal den ersten Preis im Wettbewerb des führenden schwedischen Buchverlags „Bonniers“, der dazu aufgerufen hatte preisgünstige, funktionale sowie einfach zu montierende Regale zu gestalten. Aus dem Kreis der skandinavischen Designklassiker ist das System seitdem nicht mehr wegzudenken.

Tastsächlich war es ein Geschirrablagekorb, der Strinning als Inspirationsquelle diente. Die Struktur des Gestells findet sich in den Seitenwänden wieder, die den Regalböden Halt geben. Das Geniale an dem System ist, das jedes Element miteinander kombiniert werden kann, sodass sich das Regal endlos erweitern lässt. Nach dem Erfolg 1949 perfektionierten Nisse Strinning und seine Frau Kajsa das System immer weiter, ergänzten es durch zusätzliche Regalböden, Tische und auch Schränkchen. Aber irgendwann kam „String“ dann doch aus der Mode …

Nach mehreren Jahrzehnten Produktionspause gründeten Pär Josefsson und Peter Erlandsson 2005 das Unternehmen String Furniture und brachten nicht nur die alten Entwürfe wieder auf den Markt, sondern begannen mit einer stetigen Weiterentwicklung des Systems. Es eignet sich dank zahlreicher Ergänzungen wie Schubladen, Vitrinen, Arbeitsplatten, Magazinablagen und sogar Messerblöcken, Hängeleisten und Gläserschienen für die unterschiedlichsten Nutzungen in der Küche, im Wohnzimmer, im Büro oder im Bad.

Sogar eine spezielle Variante für den Outdoor-Bereich wurde entwickelt, sie ist aus verzinktem Metall.

Neben den Einlegeböden, die in Eiche, Walnuss, Esche, Grau, Weiß, Beige, schwarz gebeizter Esche, aus Plexiglas und Metall erhältlich sind, können Hängeschränke sowie Aufbewahrungseinsätze in das Regal integriert werden. Die Seitenwände sind in den Farben Schwarz, Weiß, Grau, Beige und Braun zu haben.