Auf den Hund gekommen

Ein Vierbeiner im Büro soll sich positiv auf Mitarbeiter, die Unternehmenskultur und sogar den Geschäftserfolg auswirken. Designer haben den Hund schon längst als „Zielgruppe“ und als Inspiration entdeckt.

Doggielounge (© Fatboy)

In Deutschland gibt es für so ziemlich alles einen Verein oder Verband. Der allgemeinen Öffentlichkeit dürfte der Bundesverband Bürohund nicht unbedingt geläufig sein. Aber der Slogan der Organisation – „Dog in statt Burn out“ – stellt vor allem die gesundheitsfördernden Aspekte eines Bürohundes für die Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Verschiedene Studien haben belegt, dass sich ein Hund im Büro positiv auf die Ergebnisse des Unternehmens auswirkt. Und so präsentiert sich Google als „a dog company“, bei Amazon in Seattle bringen rund 1.500 Mitarbeiter ihre Vierbeiner mit ins Hauptquartier, wo es am Empfang sogar Leckerlis gibt, und selbst in deutschen Werbeagenturen, Versicherungen und Firmen gehört der Hund inzwischen zum guten Ton: Mehr als 1000 Unternehmen nehmen bundesweit an dem alljährlich stattfindenden Aktionstag „Kollege Hund“ teil.

Für den sogenannten besten Freund des Menschen gibt es mittlerweile viele ebenso schöne wie nützliche Dinge: Nils Holger Moormann hat das Hundebett „Kläffer“ in seiner Kollektion, Fatboy mit der „Doggielounge“ ein schmutz- und wasserabweisendes Hundekissen, Michael Young designte für Magis die Hundehütte „Dog House“ aus poppig buntem Polyethylen.

So weit, so gut, wenn man denn einen Hund hat. Aber vielleicht haben ja selbst Stellvertreter einen positiven Einfluss auf den Stresslevel? Die können aus Plastik oder Holz sein, wie etwa der von Eero Aarnio für Magis designte „Puppy“, die Bank „Attackle“ von Fatboy, die an ein Ballontier erinnert, oder der „Girard Wooden Doll Dog“ von Vitra sowie Kay Bojesen „Dogs“ aus Eiche oder Walnuss. Originell ist auch Philippe Starcks Kombination aus Kinderstuhl und –schreibtisch „Le Chien Savant“ für Magis, die in bunten Plastikfarben daherkommt, aber durchaus Ähnlichkeit mit einem spielfreudigen Hündchen hat. Das zaubert jedem Betrachter ein Lächeln ins Gesicht – und allein das wirkt sich schon positiv auf das Menschliche Allgemeinbefinden aus.